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M O R A L A P O S T E L


Herr Gott konnte den Teufel noch nie leiden.
Und gerade heute trat er aus der Hölle zu ihm empor.
Angewidert blickten Engelsvisagen, als er den himmlischen Torbogen durchdraht.
Und der Allwissende sprach: “Luzifer, habe ich dir nicht genug Verdammte gesandt,
dass du mich jetzt aufsuchen musst???“

„Doch Herr, reichlich... gewiss ich kann mich nicht beklagen...“
„Auch du erfüllst deine Arbeit zu meiner Zufriedenheit, lieber Luzifer, und hilfst mir
stets das Gute vom Bösen zu trennen. Also hätten wir das geklärt!“

„Nun..“
„Was nun?!“
„Allwissender, ich sprach mit einer Schuldigen, die du mir sandtest...."
...
„Jaa... ?!“
„Herr, warum schickst du sie zu mir?“
„Weil sie unmoralisch handelte, Luzifer, warum fragst du?!“
„Mit einem Schuss ermordete sie den Mann, der ihre Tochter mit zwanzig Messerstichen tötete!“
„Mörderin ist Mörderin!“
„Gewiss...
Ich hörte auch von einem Helden, den ihr hier im Himmel feiert...!“
„Ja, mein liebster Luzifer! Er hat vier Männer vor einem Zugunglück gerettet!“
„Er rettete sie dadurch, dass er den Zug auf ein Gleis leitete auf dem nur ein Mensch
stand!“
„Ein Menschenleben gegen Vier!“
"Gewiss...
Dann ist da noch der Verbrecher den ich foltern sollte....“
„Ja...“
„Herr, er ist masochistisch veranlagt, ich glaube nicht, dass er leidet...“
„Bestrafe ihn so wie hier schon seit jeher bestraft wird! Mit Pein und Schmerz!

...

Wir müssen Bestrafung an denen üben, die Bestrafung verdient haben!“

„Ach, es fällt mir so schwer auszusprechen, was mich bedrückt...“
„Sprich, damit wir es bereinigen können, ich habe zu tun...!“

„Allwissender, hat denn diese besagte Frau nicht auch Bestrafung an dem geübt, der Bestrafung verdient hat?“
„Nun gut, ich werde es mir überlegen, ob ich Gnade über sie walten lasse, einverstanden!“
„Und der Held, woher wissen wir eigentlich, ob er nicht einen guten Menschen für vier Schlechte tötete?!“
„Nun gut, ich werde es mir überlegen, ob ich ihn aus dem Paradies verbanne, einverstanden!“
„Und dieser Masochist sollten wir ihn nicht lieber als Bestrafung in den Himmel senden?“
„Nun gut, ich werde den Sündiger ins Paradies geleiten, einverstanden?“

„Herr, all diese Menschen verdammt zu ewiger Höllenqual, mir scheint dass auch wir Sündiger sind!“

„Luzifer! Du wirst doch wohl noch Gut von Böse unterscheiden können!?!“


„ ..... “
skin

B E G E G N U N G S V O L L

er schlief

Und wandelte durch schwarze Ewigkeiten ohne Zeit- und Körpergefühl
taub
Und nichtssagend

Bald aber wurde seiner Empfindung die Ewigkeit bewusst
Ausbruch hieß die einzige Möglichkeit
Sein Geist erwachte aus der Trance, welcher sich sein Körper widerstandslos unterwarf
Seine imaginäre Hand streckte weit hinaus in die Dunkelheit
Nach Materie greifend

Und in all der dickflüssigen Stille fand er etwas, dass ihn nicht stärker hätte berühren können
Sinnlichkeit trat an Stelle der Angst

Warme Haut
Warme weibliche Haut

Ein Körper gestreift von seinen Fingern
vorüberziehend und fieberwarm

orientierungslos begann er sich zu bewegen
ungeübt
Die Umgebung verwirrend
laufen, schwimmen, kriechen
Wasser, Schlamm, Dampf
Unidentifizierbar

Bald stieg übermächtige Hitze an ihm empor
Wie Lava aus der Tiefe eines Schlots
Sie glitt an seinen Beinen entlang
Mit jedem Schritt, den er weiter in Richtung des verschwundenen Körpers machte, geriet er mehr und mehr in den Rachen eines Tieres, dass in verschlingen wollte

Wie im Taumel folgte er von wahnsinniger Besessenheit gepackt
Nicht in der Lage stehen zu bleiben

Einen Schritt weiter und er würde verbrennen

Und obwohl ihn bedingungslose Stille umgab,
Schrie die Umgebung vor Energie
Seine dünne Haut brannte

Vorsichtig berührte ein kühler Mund seine Lippen
Weich und mit Kondenstropfen benetzt
Hauchte seiner befangenen Lunge Luft ein
Atem wechselte von Mund zu Mund
Ein rotes Pochen in seinem Kopf

Die Lava um ihn herum verwandelte sich mit jeder Berührung mehr in flüssiges Wasser
Immer nachgiebiger wurde die dunkle Wand

Es war als würden sich Dimensionen überschneiden, ohne Logik und Verstand
Ihr Körper so nah, fast in ihm drinnen
Doch seine Hände kämpften, um jedes bisschen Materie

Orientierungslosigkeit ist die größte Angst des Menschen.

Was ist Traum, was ist wirklich?
Muss ich mich befreien oder darf ich glauben?

In seiner Panik verschluckte er sich an der Flüssigkeit, die er die ganze Zeit wie Luft geatmet hatte...
Das Wasser verwandelte sich wieder in Lava und der Frauenkörper verblasste
Er griff nach ihr

...

plötzlich riss er die Augen auf, schreckte hoch und war wach!
Allein in seinem kalten Zimmer.... Allein!

Die brennende Welt erblickt er nimmermehr

...

Manches trifft man nur einmal
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Suchen und nicht finden

Im Grunde weiß du ganz genau was du willst.
Du willst jemand anderes sein.
Du versuchst unentwegt dir ein neues Leben, eine neue Identität zu schaffen,
die einer perfekt vorgeformten Schablone in deinem Kopf gleicht.
Du dachtest immer das gehöre zum Erwachsenwerden.
Du dachtest irgendwann sei man „fertig“.
Aber ... so ist es nicht.

Es ist nicht so, dass du dich nicht magst.
Doch egal wo du bist und wo du warst, immer fehlt etwas.
Immer fehlt ein Teil von dir.

Das, was fehlt, ändert sich nie
Dieselben fehlenden Dinge stören dich und nie kannst du diesen Hunger stillen.
Ich glaube sogar genau dieser Mangel definiert dich.

Manchmal da glaubst du, dass du es geschafft hast.
Nicht etwa, dass du die Lücken füllen konntest.
Sondern du hast es geschafft dich so lange zu wandeln bis dich deine Lücken nicht mehr erkennen und du ihnen davon rennen kannst, ohne dass sie hinterher laufen.
Dann bist du froh, weil du denkst jetzt könntest du in diese Welt passen.
Ohne dass dir etwas dazu fehlt, um glücklich zu sein

Irgendwann siehst du dann wieder diese Person, die etwas in den Händen trägt und auf dich zukommt: „ Hier sie haben das verloren“.

Und dir ein Vakuum in die Hände legt.

Du weißt, es ist sinnlos etwas daran ändern zu wollen.

Das Leben,
nicht mehr und nicht weniger.

Wandel in einem Zustand, der unverändert bleibt.

Suchen und nicht finden.

Ich weiß nicht ob dich der Gedanke beängstigen sollte oder aber ob er dich eine ganz neue Form der Gelassenheit lehren sollte.

Ich persönlich werde mich später entscheiden....
vamp

In der Schule, des Hassen lernens


Innerst bin ich alt

Du bist tot

Mein Blut hält deinen Kreislauf am Leben
Ich bin kompromisslos ausgezehrt
Mein Körper ist befallen
Von einem Parasiten, der einfach nicht satt wird
Doch ich bin nie zu schwach,
Um mich mit meinem Hass zu verbünden
Um nachts diabolische Pläne zu schmieden
Nur bereit dir das Maul zu stopfen
Du schläfst so friedlich in deinem Gestank
Er zieht sich durch mein ganzes Leben
Ich könnte kotzen
Ich denke ich lieg neben dir
Während du schon wieder draußen Nutte spielst
Ununterbrochen sagst du du betest mich an
Jedoch, um mich zu begreifen bist du dir zu schade

Ich werde dich wie eine Zecke aus meinem Fleisch heraus schneiden
Dann möchte ich sehen wer wessen Liebe braucht
Ich brauche deine nicht
Ich habe sie nie gebraucht
Und ich schwöre es dir,
Solange du lebst wirst du auf der Suche nach mir sein
Solange du lebst wirst du dich sehnen
Brennen und sehnen

Du bist alleine

Ich bin jetzt weg

Freundin
mask

Kerberos


In der Psyche eines jeden Subjekts bist du versteckt.
Tor zum Unbewussten...
Wächter des Abgrunds.
Sage mir, welches Untier du verbirgst.

Die weiße Maske repräsentiert deine Persönlichkeit,
die du an die Oberfläche drückst.
Jedoch, Sie ist nur der Schatten einer Kreatur,
welche du in der Kanalisation verbirgst.
Tief unten.
Sie ist der Oberfläche nicht würdig.
Du schämst dich ihretwillen.
Hältst sie gefangen.
Schämst dich ihretwillen.
__________________________

Kerberos

Sage mir, Was du verdrängst und ich sage dir Wer Du bist.
Ich kenne deine Kreatur
Ist meiner nicht unähnlich
Sie ist ein sensibles Konstrukt aus Angst und Sehnsucht.
Ihre Gedanken dringen dickflüssig aus Deinem Mund
Ihre Gelüste sind krankhaft
Du in Rohgestalt
Schnell setz deine Maske wieder auf
Maske, die uns dein verkrüppeltes Gesicht erträglich werden lässt

Menschenpsyche
Du süße Option der Verdrängung.
________________________

Kerberos

Sage mir, was du verdrängst und ich sage dir, wer WIR sind.
Setze diese Maske ab.
Lass deine Kreatur sehen,
sieh nur einmal hin kleine Kreatur.
Siehst du die anderen Menschen,
Die anderen Monster?
Wie sie durch die kleinen Löcher ihrer Fassade gucken.
Wie sie gieren nach einem Stück w e i ß e r, reiner Oberfläche.

Du bist nicht allein.
Die Reinheit, SIE ist nur Schein.
Doch schnell...
... setz deine Maske wieder auf
Maske, die uns dein Gesicht erträglich werden lässt
allisfulloflove

- 2 0 0 8 -
Z u k u n f t s v i s i o n


Die Menschen -
Die Menschen haben keine Zeit

Die Zeit -
Die Zeit ist manipulierbar

Die Erfindung des Beamens ist ein Segen
Jeder beamt sich von A nach B
Von New York nach Sydney
Von Bett zu Bett
Von Gedanke zu Gedanke

Keine Zeit -

Der Professor erklärt, dass wir aus Informationen bestehen
Man muss sie einfach scannen und anders wo in Materie umsetzen
Kein Risiko
Das geht blitzschnell und ist billig
Kein Risiko

_______________

Ich sitze hier unten und lache Tränen
Ich mache da nicht mit
Ich lache nur über die Verblendung
Sie wissen es alle nicht!

Keiner weiß die Wahrheit
Es ist so schrecklich schön
Die schrecklich skurrile Wahrheit

...
Sie sind alle nur Kopien!
Das Beamen erzeugt eine neue Kopie nach der anderen
Und die Kopie verharrt auf ihrer Existenz
Sie verharrt auf ihrer geklauten Erinnerung
Und das Original ist irgendwo verloren gegangen
Irgendwo auf dem Weg zwischen New York und Sydney
Materienstaub
weggepustet

Eine heile Welt mit einem schrecklichen Geheimnis
Sie wissen es nicht!

Die Zeit -
Die Zeit ist manipulierbar

Der Mensch -
Der Mensch ist manipulierbar

Und der Mensch bestimmt die Zeit
Zeit existiert nicht

Warum willst du dir keine Zeit nehmen?
Warum willst du nicht existieren?
P E O P L E

Ich mag Menschen
Ziehen vorüber
Die Geheimnisse in Schubladen fest verschlossen
Gut oder böse
Unterhaltsam oder still
Ich mag Menschen

Unwichtig sind wir alle
Keiner ist geblieben

Trotzdem unvergesslich
Menschen

Was wollen wir voneinander

Was kann ein Mensch von einem anderen wollen?

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Rotlichtphase in der Zeit
Du und dein Bewusstsein
Jetzt

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