
Suchen und nicht finden
Im Grunde weiß du ganz genau was du willst.
Du willst jemand anderes sein.
Du versuchst unentwegt dir ein neues Leben, eine neue Identität zu schaffen,
die einer perfekt vorgeformten Schablone in deinem Kopf gleicht.
Du dachtest immer das gehöre zum Erwachsenwerden.
Du dachtest irgendwann sei man „fertig“.
Aber ... so ist es nicht.
Es ist nicht so, dass du dich nicht magst.
Doch egal wo du bist und wo du warst, immer fehlt etwas.
Immer fehlt ein Teil von dir.
Das, was fehlt, ändert sich nie
Dieselben fehlenden Dinge stören dich und nie kannst du diesen Hunger stillen.
Ich glaube sogar genau dieser Mangel definiert dich.
Manchmal da glaubst du, dass du es geschafft hast.
Nicht etwa, dass du die Lücken füllen konntest.
Sondern du hast es geschafft dich so lange zu wandeln bis dich deine Lücken nicht mehr erkennen und du ihnen davon rennen kannst, ohne dass sie hinterher laufen.
Dann bist du froh, weil du denkst jetzt könntest du in diese Welt passen.
Ohne dass dir etwas dazu fehlt, um glücklich zu sein
Irgendwann siehst du dann wieder diese Person, die etwas in den Händen trägt und auf dich zukommt: „ Hier sie haben das verloren“.
Und dir ein Vakuum in die Hände legt.
Du weißt, es ist sinnlos etwas daran ändern zu wollen.
Das Leben,
nicht mehr und nicht weniger.
Wandel in einem Zustand, der unverändert bleibt.
Suchen und nicht finden.
Ich weiß nicht ob dich der Gedanke beängstigen sollte oder aber ob er dich eine ganz neue Form der Gelassenheit lehren sollte.
Ich persönlich werde mich später entscheiden....
dieHeldin - 12. Dez, 12:00
